Non suizid Vertrag dbt 

Published on 31 July, 2020 | Uncategorized

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Aufbau von Überlebensstrategien zur Bewältigung suizidaler Verhaltensmuster Damit integriert diese Therapie ein weites Spektrum an therapeutischer Methodik aus dem Bereich der Verhaltenstherapie, der kognitiven Therapie, der Gestalttherapie, der Hypnotherapie und der Meditation. Um den Anforderungen an eine wissenschaftlich überprüfbare Therapie für dieses komplexe Störungsbild zu entsprechen, mußten eine Vielzahl von strukturbildenden Richtlinien entwickelt werden. Derzeit gilt die DBT als das wissenschaftlich am besten abgesicherte Therapieverfahren für Borderline-Patienten. Dies findet seinen Niederschlag in den Beurteilungen der S2 Leitlinien-Kommission „Persönlichkeitsstörungen“ (Bohus et al. 2009a), in welchen der Evidenzgad für die Wirksamkeit auf der Stufe Ia (gesicherte Wirksamkeit) eingestuft wird. Die Daten beruhen primär auf kurzen, ambulanten Studien (maximal 1 Jahr), bei akut selbstverletzenden und chronisch suizidalen Patientinnen. Wir können also davon ausgehen, dass die ambulante DBT insbesondere bei schweren Störungsbildern in relativ kurzer Zeit eine Verbesserung der Verhaltenskontrolle und des emotionalen Erlebens bewirkt. Dies bildet sich ab in guter Therapiecompliance, Reduktion der Suizidversuche, Selbstverletzungen und Hospitalisierungen, aber auch in einer klinisch relevanten Reduktion von komorbider Achse I – Symptomatik. So erreichen innerhalb eines Jahres ambulanter DBT 60% der behandelten Patientinne eine Vollremission der Major Depression, 80% eine Vollremission von Substanzmissbrauch und 60% eine Vollremission von komorbider Essstörung. Lediglich die komorbide PTBS remittiert nur in ca. 35% der Fälle (Harned et al. 2008). Jede Institution, die psychotherapeutische Behandlung anbietet, organisiert sich in Regeln.

Diese dienen primär dazu, den reibungslosen Ablauf zu gewährleisten und komplexe Kommunikationsabläufe zu vereinfachen. In der DBT gilt: „Jede Regel ist dazu da, um Ausnahmen zu begründen.“ Das heisst, es gilt, eine Balance zwischen rigider Einhaltung der Strukturen und individueller Flexibilität zu wahren. Verhaltensweisen, welche diese Balance stören, können sowohl vom Team, als auch vom Patienten als auch von den Mitpatienten ausgehen. Je nach Stil des Hauses besteht die primäre Gefahr in zu rigiden und starren Strukturen, die den Patienten auch noch „zu deren Wohl“ verkauft werden, oder in zu flexiblen, weichen Strukturen, die wenig Klarheit geben und Gelegenheit zu unnötigen, pseudodemokratischen langfädigen Diskussionen anreichern. Jede Station sollte sich jedoch klare und transparente „Grundregeln“ geben. Diese beinhalten den Umgang mit Drogen und Alkohol auf Station, den Umgang mit Fremdaggressivität, sowie den Umgang mit suizidaler Kommunikation. Andererseits besteht die erhebliche Gefahr, durch Aufmerksamkeit, Zuwendung oder auch durch „Einsperren“ suizidale Krisen zu verstärken und damit Teufelskreise zu initiieren, die schlecht zu durchbrechen sind, zu langen Liegezeiten und Hospitalisierung führen. Eine Patientin, die kurz vor der Entlassung nach drei Monaten stationärer Behandlung steht, berichtet über drängende suizidale Impulse. Die Verhaltensanalyse zeigt, daß die Patientin große Angst hat, alleine zu Hause zu schlafen. Vor dem Einschlafen entwickelt sie ausgeprägte Flashbacks mit szenischem Wiedererleben von sexuellen Traumata. Die Intrusionen sind sowohl optischer als auch kinästetischer Art, das heißt, sie spürt sich schmerzhaft penetriert und kann sich nicht mehr willentlich bewegen.

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