Musterhäuser vösendorf 

Published on 30 July, 2020 | Uncategorized

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Wien unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von anderen Großstädten. Dies zeigt sich besonders deutlich, wenn es um die unterschiedlichen Wohnmöglichkeiten geht, die den Bewohnern mit dem beispielhaften Wiener Modell der Wohnbauförderung im Kern zur Verfügung stehen. Das letzte in einer Reihe internationaler Werkbund-Anwesen, das gebaut werden soll, stammt aus dem Jahr 1929. Ursprünglich 1930 geplant, sollte die Ausstellung mit Flach- und Mehrgeschosswohnungen als Alternative zum Wohnungsprogramm von Red Vienna gedacht sein und neue Lösungen im Bereich der kompakten Wohngestaltung aufzeigen. Eine neue Förderstelle und ein Standortwechsel führten jedoch dazu, dass das Projekt umgeplant werden musste, was zu einer Verzögerung von zwei Jahren führte. Im Gegensatz zur ersten Version des Projekts wurde das Grundstück nicht im Rahmen des kommunalen Wohnungsbauprogramms errichtet, sondern aus Mitteln des Wohnbauförderprogramms der GESIBA (Public Utility Settlement and Building Material Corporation) finanziert. Dieser Umstand führte zu einer grundlegenden Änderung der Pläne, da das Wohnungsbauhilfeprogramm nur Einfamilienhäuser mit kleingarten finanzierte. So mussten bereits bestehende Entwürfe für mehrgeschossige Häuser fallen gelassen werden, und nun, da die Häuser als Privathäuser zum Verkauf angeboten wurden, hatte sich auch die Zielgruppe verändert. Natürlich sind es nicht nur die strukturellen Ergebnisse, die den Werkbund-Nachlass besonders reizvoll machen.

Die allgemeine Anordnung der Häuser, die letztlich auf die leicht abfallende Topographie des Ortes zurückzuführen ist, verstrahlt einen besonderen Charme. Gekrümmte Pfade führen durch das Anwesen; Sie treffen sich in der Mitte des eckigen Plots und laden zum Bummeln ein und entdecken dieses Panoptikum der klassischen Moderne. Leider hat es die Idee des Werkbund-Nachlasses nie in großem Stil geschafft. Es blieb einzigartig. Die Architekten schufen etwas Visionäres. Denn der als Modellwohnsiedlung konzipierte Komplex sollte als Werbung für eine neue Form des sozialen Wohnungsbaus genutzt werden. Das Werkbund-Anwesen war ein Gegenmodell zu den monumentalen Wohnkomplexen der Wiener Sozialwohnungen wie dem Karl-Marx-Hof. Frei nach dem Motto: klein ist schön. Eine Fahrt zum Werkbund-Gut, die man mit dem Bus von der U4-Station Ober St.

Veit aus erreichen kann, lohnt sich aus vielen Gründen. Von den ursprünglich 70 Gebäuden stehen noch 64. Sie wurden vor ein paar Jahren mit viel Liebe zum Detail renoviert. Das Besondere an der Werkbund-Gutsfamilie ist, dass es sich nicht um ein Museum, sondern um ein Anwesen von einfamilienhäusern. Es wird weiterhin für den sozialen Wohnungsbau genutzt. Hier können Sie einen Blick auf die Wiener im Vorgarten erhaschen. Noch bemerkenswerter ist die Tatsache, dass alle großen Namen der Zeit unter den Architekten zu finden sind. Dieses Modell eines hawaiianischen Zeremonienhauses in Form eines Federtempels ist das einzige seiner Art in der Welt. Er wurde von dem britischen Seemann Captain James Cook (1728-1779) während seiner dritten Weltumsegelung erworben. Das Hausmodell ist in Korbtechnik aus den gespaltenen Luftwurzeln einer Kletterpflanze gefertigt und mit roten und gelben Federn verziert. Die Tür ist mit sieben Schildkrötenschalen-Plaketten verziert.

In hawaiianischen Tempeln berieten Priester Orakel über die Pläne und Ergebnisse der vorgeschlagenen politischen und militärischen Unternehmungen und passten ihren Ansatz an den Willen der Götter an.

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